[in:just]: Inklusion – Anerkennung – Gerechtigkeit. Teilnahme und Teilhabe in Prozessen des Aufwachsens
Wie können moderne KI-Methoden dabei helfen, komplexe soziale Phänomene wie Bildungsgerechtigkeit und Anerkennung besser zu verstehen? Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs [in:just] entwickeln wir eine spezialisierte Infrastruktur, die die Lücke zwischen tiefgehender qualitativer Forschung und effizienter digitaler Datenverarbeitung schließt.
Die Untersuchung von Teilhabe und Inklusion in Bildungsprozessen stützt sich maßgeblich auf qualitative Daten wie Interviews und Fokusgruppen. Diese bieten wertvolle Einblicke in die Lebenswelten junger Menschen, sind jedoch in der Aufbereitung und Auswertung zeit- und ressourcenintensiv. Oft stehen Forschende vor der Herausforderung, große Datenmengen systematisch zu erschließen, ohne dabei die feinen Nuancen und den individuellen Kontext der Aussagen zu verlieren.
Mit dem Projekt [in:just:INF], einem Teilprojekt innerhalb [in:just], schaffen wir eine Lösung für diese Herausforderung. Wir entwickeln eine digitale Plattform, die den gesamten Prozess der Datenverarbeitung unterstützt: von der präzisen, KI-basierten Verschriftlichung von Audioaufnahmen über eine zentrale, strukturierte Datenbank bis hin zu Werkzeugen für die systematische Kategorisierung und Analyse. Damit ermöglichen wir es, qualitative Forschungsmethoden effizienter und besser vernetzbar zu gestalten.
Wir verbinden technologische Innovation mit höchsten ethischen Standards. Um den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten, setzen wir auf lokale KI-Modelle sowie auf Datenverarbeitung auf selbst betriebenen Servern. Eine Übertragung an kommerzielle Cloud-Anbieter ist ausgeschlossen. Für hochsensible Daten setzen wir zudem auf eine starke Verschlüsselung. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass die Daten so aufbereitet und dokumentiert werden, dass sie langfristig auffindbar, zugänglich und für die wissenschaftliche Gemeinschaft wiederverwendbar sind. Darüber schaffen wir die methodischen Mittel, mit denen Bedingungen für eine gerechtere Bildung empirisch fundiert untersucht werden können.
Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich 1750 [in:just] gibt es auf der Projektwebseite des Fachbereichs Erziehungswissenschaften.
Projektbeteiligte
Lukas Menzel-Wuttig
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Learning Analytics
Prof. Dr. Hendrik Drachsler
Direktor
Auf einen Blick
Zielgruppe: Forschende der Bildungswissenschaften, Eltern von Kindern mit Inklusionsbedarf, Schulen
Themenbereich: KI-gestützte Dateninfrastruktur, Qualitative Forschung
Kontakt bei studiumdigitale: Lukas Menzel-Wuttig
Leitung bei studiumdigitale: Prof. Dr. Hendrik Drachsler
Projektlaufzeit: 04/2026–12/2029
Kooperationspartner*innen: Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), Universität Bayreuth, Europa-Universität Flensburg, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Humboldt Universität zu Berlin, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Université du Luxembourg, Pädagogische Hochschule Vorarlberg (Österreich)
Förderung: DFG
Kunst trifft Wissenschaft & Lehre
Workshop von Museum Giersch, C3S und studiumdigitale zur Ausstellung „Multi Spezies Members Club“.
Generative KI sicher nutzen
Texte erstellen, Audio transkribieren & Assistenten bauen mit dem AI-ToolLab der Goethe-Universität.
Unsere Jahreshighlights
Das haben wir 2025 umgesetzt: ein kompakter Einblick in unsere Arbeit.